Wojnowo (Eckertsdorf)

Das Dorf liegt am Fluss Kruttinna nur ein paar Kilometer östlich vom Dorf Kruttinnen. Die Geschichte von Eckertsdorf geht auf eine Abspaltung innerhalb der russischen Kirche zurück. Die sogenannten Altgläubigen haben die im 17. Jh. in der orthodoxen Kirche durchgeführten Reformen abgelehnt. Aus diesem Grunde wurden sie in ihrem Land verfolgt und schließlich vertrieben. Seit 1825 durften sie mit Erlaubnis von Friedrich Wilhelm III. in Masuren ihre zweite Heimat finden. Der preußische König garantierte ihnen die Religionsfreiheit. Die Altgläubigen, auch als Philipponen bekannt, besiedelten einige Dörfer in der Johannisburger Heide. 1832 entstand Eckertsdorf.

Ein Kloster aus dem Jahre 1847 (1884 in ein Nonnenkloster verwandelt) sowie zwei orthodoxe Kirchen sind heute Zeugnisse dieser Vergangenheit. Die Klosteranlage und der kleine Friedhof befinden sich direkt an einem kleinen See außerhalb des Dorfes. Nach dem Krieg sind viele Altgläubige ausgewandert (1968 gab es noch 115 Philipponen im Dorf). Heute leben hier nur noch wenige von ihnen. Das Kloster kann besichtigt werden. Hier gibt es eine interessante Sammlung von Ikonen.