Reszel (Rössel)

Ein kleines Städtchen in Ermland mit rund 5.800 Einwohnern. Katholische Enklave in Ostpreußen, unmittelbar an der historischen Grenze zu Masuren. Im 5. Jh. stand hier eine altpruzzische Siedlung mit Wehrbefestigungen; ca. 1241 bauten die Ordensritter eine kleine Wachtburg aus Holz. 1281 fiel Rössel an den ermländischen Bischof. Zwischen 1350 und 1400 wurde die heute existierende Burganlage erbaut (heute mit Museum und stilvollem Hotel). Schon im 14. Jh. gab es in der Stadt eine Wasserleitung und Kanalisation.

Weitere Sehenswürdigkeiten: gotische Pfarrkirche aus dem 14. Jh. (der 51 m hohe, heute als Aussichtsturm genutzte Turm bietet einen grandiosen Blick auf Rössel und Umgebung), gotische Flussbrücke aus der 2. Hälfte des 14. Jh., Kloster aus dem 17. Jh. sowie Pfarrhaus aus dem 15. Jh. (letzter Umbau 1923). Der Ort bietet nur wenige Übernachtungsmöglichkeiten.