Węgorzewo (Angerburg)

Einwohner: ca. 16.000

Verkehrsanbindung: Linienbusse und Weiße Flotte.

Lage: Nördlicher Punkt der Masurischen Seenplatte am Angerapp-Fluß, nur 20 km von der russischen Grenze entfernt.

Geschichte: Die ursprüngliche pruzzische Siedlung (direkt am Mauersee) wurde 1256 von Kreuzrittern erobert. An gleicher Stelle errichteten sie eine kleine Burg aus Holz, die 1365 von Litauern niedergebrannt wurde. 1398 baute der Deutsche Orden 2 km nördlich davon eine Backsteinburg. Sie wurde im 18. Jh. zu einem Schloss umgebaut, im 2. Weltkrieg zerstört und wiederaufgebaut.

Sehenswertes: Das unauffällig ins Stadtbild integrierte Kreuzritterschloss im Zentrum und die Pfarrkirche (1605-1611) mit schlankem Ziegelturm und grünem Dach.

Touristik: Durch die Lage wird die Stadt nicht so oft wie andere Masurische Städte von Touristen besucht. Nach der Wende bestand ein  großer Nachholbedarf im touristischen Bereich. Mit Hilfe der Gemeinde (aktive Umweltpolitik) wird vor allem der sanfte Tourismus entwickelt und unterstützt. So entstand ein Segelhafen; regelmäßig fanden Segelwettbewerbe auf dem Schwenzait-See (Jez. Święcajty) statt. 1922 wurde ein riesiges Zuchtteichgebiet mit einem Fischbestand von nahezu 40.000 Fischen gebaut. Der Ort verfügt über einen sehr guten Touristen-Informationsservice, zahlreiche Unterkünfte (hauptsächlich Pensionen und Gästezimmer) und eine gut ausgebaute Gastronomie.

Tipps: Der Besuch des Kreuzritterschlosses: Hier soll es spuken. Nach einer Legende löste vor langer Zeit ein Ritter wegen seiner Liebe zu einem Mädchen die Ordensgelübde. Die Strafe folgte auf dem Fuß – er wurde mit der Braut in der Kapelle beim „Polnischen Tor“ in die Wand eingemauert. Es wird gemunkelt, man könne die Geister bei Mitternacht treffen – vor allem bei Vollmond. Doch auch ein Spaziergang am Kanal an den Schlossmauern entlang lohnt sich – ohne Spuk und Geister.