Kętrzyn (Rastenburg) – Kreisstadt

Einwohner: ca. 30.000
Übernachtungsmöglichkeit

Verkehrsanbindung: Eisenbahn und Linienbusse

Lage: westlich der Seenplatte inmitten von hügeligem, großzügigem, sehr fruchtbarem Ackerland.

Geschichte: Die 1329 vom Deutschen Orden erbaute Burg wurde von pruzzischen Barten zunächst zerstört und ab 1360 als Wehrburg vom Orden wieder errichtet. Die Barten nannten die Siedlung zunächst „Rast“ („Pfahl“), die Deutschritter hängten nach ihrem Einzug ins Land die Bezeichnung „Burg“ an den Namen. 1357 erhielt Rastenburg die Stadtrechte. Neben der neuen Backsteinburg entstanden u.a. die imposante Wehrkirche St. Georg und die mächtige Stadtmauer. Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt stark zerstört. Den heutigen Namen Kętrzyn verdankt die Stadt dem 1838 geborenen polnischen Masurenforscher Wojciech Kętrzyński.

Sehenswertes: Die Pfarrkirche St. Georg (sie gilt als eine der interessantesten in Masuren), gotische Ordensburg (mit Heimatmuseum), Abschnitte der Stadtmauer, Haus der Freimaurerloge von 1810 (heute polnisch-deutsches Kulturzentrum), das neogtische Rathaus von 1885 (mit Stadtwappen über dem Eingang) sowie ein altes Gestüt, in dem seit 1877 Trakehner – eine bekannte ostpreußische Pferderasse – gezüchtet werden.

Touristik: Die Stadt verfügt über einige Unterkunftsmöglichkeiten.

Tipps: Ein attraktives Ausflugsziel ist das nahe gelegene Kloster Heiligelinde (Św. Lipka) in spätbarockem Baustil als Basilika mit drei Schiffen und einer der wertvollsten Orgeln in der Region.