Masuren allgemein

„Natur pur“ – dieses Merkmal trifft auf Masuren zu, wie nur auf wenige andere Regionen Europas. Hier kann man ein Stück Natur noch so erleben, wie es bei uns vor rund 100 Jahren aussah. Die malerischen Seen und die dichten Wälder sind legendär. Kaum aber jemand kennt die sanft geschwungenen Hügel, die farbenfrohen Sommerwiesen mit den gaukelnden Schmetterlingen und die fruchtbaren Felder, die von Kornblumen und Klatschmohn eingerahmt sind. Ziege, Schaf und Kuh grasen noch friedlich vereint und schnatternde Gänse watscheln im Marsch zum Weiher. Die Landwirtschaft wird extensiv betrieben und man entdeckt vertraute Bilder aus vergangener Zeit. So spannt der Bauer hier noch immer das Rösslein an, das Heu wird in hohen Haufen getrocknet und die Kartoffel von Hand gerodet. – Für die Bauern schwere Arbeit, für die Besucher eine Idylle und für die Natur das wohl schonendste Verfahren.

Masuren, das Land der dunklen Wälder und der kristallnen Seen, bildet aber auch die eindrucksvolle Landschaftskulisse für unvergessliche Begegnungen mit den Zeugnissen einer Jahrhunderte alten Geschichte. Kulturelle Abwechslung bieten die Burgen der Ordenszeit, elegante Herrensitze und romantische Holzhäuser mit weißen Sprossenfenstern. Eine angenehme Besonderheit sind die zahlreichen Alleen, deren tunnelförmige Kronen Schatten spenden und für erfrischende Kühlung sorgen. Dies gilt auch für die fast 9.000 Seen, die zu einem gelegentlichen Sprung ins herrlich klare Wasser einladen.